

Unsere Geschichte
Zwei Welten.
Ein gemeinsames Handwerk.
Aus Vertrauen gewachsen.
Was 2005 als sechsmonatiges Auslandssemester begann, wurde zum Fundament einer Manufaktur. Ein junger Student, fasziniert von einem nahezu vergessenen Flechthandwerk und von Menschen, deren Herzlichkeit alles in den Schatten stellte, was Wohlstand allein zu geben vermag. Aus einem Funken wurde eine Brücke – zwischen Indonesien und Deutschland. Und aus dieser Brücke ein Unternehmen.
Wo alles begann
Aus sechs Monaten wurde ein Unternehmen.
Vor dem Auslandssemester stand ein Praktikum in der Konzernzentrale eines großen deutschen Automobilherstellers in Stuttgart – sechs Monate, in denen klar wurde: Eine Karriere im Konzern würde dieses Leben nicht erfüllen. Dass es danach ausgerechnet Bali wurde, war Zufall.
Was sich in den folgenden Monaten zeigte, war stärker als jeder Karriereplan. Ein Flechthandwerk, das in Europa kaum noch zu finden war. Eine Lebensfreude, die mit Wohlstand wenig, mit Verbundenheit alles zu tun hatte. Und die wachsende Überzeugung, dass dieser Ort kein Zwischenstopp bleiben sollte. Ohne Branchenerfahrung, ohne Netzwerk, ohne fertigen Plan – aber mit fünfundzwanzig Jahren, in denen man wenig zu verlieren hat – fiel die Entscheidung noch während des Semesters: Es würde einen ersten Container geben.
In diesem Container reiste eine Vielzahl indonesischer Handwerksstücke nach Deutschland. Möbel waren zunächst nur einer von vielen Wegen. Doch 2005 waren handgeflochtene Outdoor-Möbel in Europa noch ein Novum, und die Nachfrage übertraf jede Erwartung. Der erste indonesische Lieferant konnte sie nicht einlösen – die Qualität reichte nicht. Es blieb nur eine Wahl: aufgeben oder selbst nach Indonesien übersiedeln und eine eigene Produktion aufbauen. Die heutige Manufaktur entstand nicht aus einer Strategie. Sie entstand aus einer Notwendigkeit.
Was folgte, ließ sich aus keinem Lehrbuch lernen: alles selbst – die Sprache, das Handwerk, die Standards einer Manufaktur, die es so noch nicht gab. Über zwölftausend Kilometer hinweg ein gemeinsames Verständnis von Qualität zu entwickeln. Rückschläge auszuhalten und aus jedem klüger hervorzugehen. Aus einer Reise wurde ein Unternehmen. Aus zwei Welten eine Familie.
Heute, zwanzig Jahre später, fertigen über vierhundert Menschen in Semarang Möbel, die diese Geschichte in jeder Faser tragen.

2005
Das Jahr, in dem alles begann

Zwei Welten, eine Vision
Sie lehrten uns ihr Handwerk.
Wir gaben ihm ein Zuhause.
Jedes BLOOM-Möbelstück beginnt als Idee in Deutschland und nimmt seine Form in Indonesien an. Aus einer ersten Skizze entsteht in Semarang ein digitales Modell, verfeinert in zwei, drei Iterationen, bis Proportion und Linie sitzen – die Grundlage für den CAD-Plan. Es gibt nicht die eine Welt, die entwirft, und die andere, die fertigt. Beide tun beides.
Über zwei Jahrzehnte hat die deutsche Seite Maßstäbe für Details hineingetragen, die kaum jemand auf den ersten Blick bemerkt: die Beschaffenheit einer Schweißnaht. Edelstahl statt verzinkter Stahl bei den Stauchkopf-Nägeln, die das Geflecht am Aluminiumrahmen halten – damit auf einer weißen Faser nach zwei Jahren keine Rostflecken erscheinen. Wer nur ein Jahr Garantie gibt, denkt nicht in solchen Tiefen. Wer Möbel für Jahrzehnte verspricht, importiert die fehlenden Teile, das fehlende Material, die fehlenden Maschinen – auch über zwölftausend Kilometer hinweg.
Was die indonesische Seite einbringt, steht in keinem Lastenheft. Die Geduld, eine Flechtfaser hundertfach um einen Rahmen zu führen, bis das Muster ohne Bruch trägt. Ein Materialgefühl, das kein digitales Modell ersetzt. Eine Sorgfalt, die nicht an einer Stechuhr endet, sondern aus dem Stolz an der eigenen Arbeit kommt. In Semarang werden manche Handgriffe seit Jahrzehnten weitergegeben. Sie brauchen keine Worte mehr.
Deutschland
Maßstab und Methode – Designführung, Materialstandards und das Werkzeug, das aus Handwerk Manufaktur macht.
Indonesien
Hand und Hingabe – die Manufaktur, die Flechtkunst und die Geduld, die kein Lehrbuch beibringen kann.
Mehr als Möbel
Budhi Sarasvati: Wenn aus einer Sprachstunde eine Schule wird.
Die Idee kam nicht aus einer Strategie. Sie kam aus dem Sprachunterricht. Nyoman, ein Lehrer aus dem nordbalinesischen Dorf Menyali, brachte uns über lange Zeit Bahasa Indonesia bei – und mit der Sprache erzählte er von seiner Herkunft. Als jüngstes von sechs Kindern eines Reisbauern war Bildung sein einziger Weg aus den engen Verhältnissen, in die er hineingeboren war. Englisch lernte er allein – aus Filmen, aus Büchern. Mit dieser einen Sprache öffnete sich eine zweite Welt: Expats, die einen Sprachlehrer suchten, ein Lebensunterhalt, der seinen Eltern unmöglich gewesen wäre.
Was Nyomans Geschichte zeigte, war einfach: Bildung ist nicht nur eine Frage des Wohlstands. Sie ist die Brücke aus dem, was man geerbt hat, in das, was man werden kann. 2009 gründete Sarah gemeinsam mit Nyoman das Projekt Budhi Sarasvati, in seinem Heimatdorf Menyali. Das Ziel: Kindern, deren Eltern die Schulgebühren nicht aufbringen können, sechs vollständige Grundschuljahre zu sichern – inklusive Büchern, Uniformen und Schulgeld.
“Bildung darf kein unerreichbarer Luxus sein, der vom Geburtsort abhängt. Wir wollten das ändern – nicht über anonyme Spenden, sondern direkt. Schritt für Schritt. Kind für Kind.”
— Sarah Hättich, Mitgründerin

Lernen heißt wählen können.
Ein Kind, das lernen darf, behält die Freiheit, seinen Weg selbst zu wählen.
Mehr als Kollegen
Aus einer Idee wurde eine Familie
Sarah und Harald lernten sich im Studium kennen, lange bevor BLOOM existierte. 2008 ergänzte sie das Team in Indonesien – mit einem Marketingstudium, einem Gespür für Kunden, das sich nicht lehren lässt, und einer Haltung, die das Unternehmen langfristig prägen sollte: nicht möglichst schnelle Gewinne, sondern eine Marke, die Jahrzehnte trägt. Aus einer gemeinsamen Idee wurde ein Familienunternehmen. Aus dem Familienunternehmen eine Familie.

Viele aus unserem indonesischen Team sind seit über 15 Jahren bei uns. Wir haben auf ihren Hochzeiten getanzt und in schweren Zeiten gemeinsam getrauert. Wir sind längst nicht mehr nur Kollegen – wir sind eine Familie.
— Sarah Hättich, Mitgründerin400+
Menschen, die BLOOM täglich prägen
15+
Jahre gemeinsamen Weges
1
Familie, vereint über drei Kontinente
Wofür wir stehen
Keine Kompromisse. Keine Abkürzungen.
Vier Entscheidungen, die wir jeden Tag wieder treffen – auch dann, wenn der einfachere Weg unmittelbar daneben liegt.
Gemacht, um zu bleiben
Wir bauen Möbel für Jahrzehnte, nicht für Saisons. Pulverbeschichtete Aluminiumrahmen, Edelstahlbefestigungen, witterungsstabile Flechtfaser – jede Komponente ist auf Dauer ausgelegt, nicht auf Garantiezeit.
Die Liebe zum Detail
Unsere Flechter prüfen jede Faser, jede Verbindung – nicht, weil ein Regelwerk es vorschreibt, sondern weil sie auf ihre Arbeit stolz sind.
Anstand als Standard
Faire Löhne. Sichere Arbeitsbedingungen. Ein Umgang, der niemanden klein macht. Wir behandeln jeden im Team so, wie wir selbst behandelt werden möchten.
Wertschätzung statt Verschwendung
Wir produzieren für Menschen, nicht für Lagerhallen. On-Demand-Fertigung bedeutet: keine Überproduktion, kein weggeworfenes Material. Jedes Möbelstück, das wir beginnen, hat bereits ein Zuhause gefunden.
Unsere Reise
Zwei Jahrzehnte. Voller Mut, Fehler und Meisterwerke.
Der Funke
Ein Auslandssemester auf Bali bringt Harald vom vorgezeichneten Karriereweg ab. Fasziniert von der indonesischen Flechtkunst wagt er den Sprung und lässt erste Möbel fertigen. Die Nachfrage in Deutschland ist riesig – doch die Qualität der Zulieferer reicht für Haralds Anspruch nicht aus.
Die Entscheidung
Drei Container, drei Qualitätsenttäuschungen. Es bleiben zwei Optionen: aufgeben oder es selbst machen. Mit elf Mitarbeitern öffnet auf 800 Quadratmetern unsere erste eigene Manufaktur.
Alles auf eine Karte
Sarah verlässt ihre Marketingstelle bei der Amann Group. Beide ziehen nach Bali, während die Fabrik in Surabaya auf Java aufgebaut wird. Drei Monate schläft Harald mit den ersten zehn Mitarbeitern auf dem Werkstattboden – keine Dusche, kein gesicherter Lohn. Wer eine Sache ernst meint, macht sie selbst.
Wurzeln schlagen
Ein 180 m² großer Showroom öffnet in Kerobokan auf Bali – BLOOMs erster eigener Verkaufsraum, geboren aus der Notwendigkeit, dass deutsche Vertriebspartner sich anderen Themen zugewandt hatten. Im selben Jahr gründet Sarah gemeinsam mit Nyoman, ihrem Bahasa-Lehrer, das Projekt Budhi Sarasvati. Fünfundzwanzig Kinder im Heimatdorf Nyomans, Menyali, gehen erstmals zur Schule.
Aus eigener Hand
Ein Vertrauensbruch in der Produktion zwingt zur Konsequenz: Sarah und Harald ziehen von Bali nach Surabaya, lernen die Landessprache und übernehmen jeden Prozess in der Fabrik selbst. Was wie ein Rückschlag aussah, wurde zum Fundament der heutigen Manufaktur.
Ein neues Modell entsteht
Im Oktober 2012 wird der erste Sohn geboren. Was als kurze Auszeit gedacht war, wird zur Rückkehr nach Deutschland: Sarah bleibt, Harald folgt; die Manufaktur führt das indonesische Team selbständig. Aus dieser Distanz entsteht das Modell, das BLOOM bis heute trägt – ein eigener Showroom, eine Website, jedes Möbelstück auf Bestellung gefertigt. Kunden warten zwölf Wochen und entscheiden sich gerade deswegen.
Im Herzen des Handwerks
Die Manufaktur zieht von Surabaya nach Semarang – ins Zentrum des indonesischen Flechthandwerks. Dreimal so viel Fläche, zwanzigtausend Quadratmeter. Der Kern aus Surabaya zieht mit; die neuen Kolleginnen und Kollegen aus Semarang sind bis heute geblieben. Geführt wird die Manufaktur von Upit – damals Werksleiterin, heute Geschäftsführerin in Indonesien.
Partner, die zu Freunden wurden
In Brisbane öffnet Grant – seit 2010 unser Partner für Neuseeland – einen Showroom für den australischen Markt. In Dubai eröffnet Philip einen Showroom für die Vereinigten Arabischen Emirate: Flugkapitän bei Emirates, Kunde der ersten Stunde. Seine eigenen BLOOM-Möbel hatten drei Jahre Wüstensonne unbeschadet überstanden – aus dieser Gewissheit wurde die Idee zur Partnerschaft. Zwei Türen, geöffnet von Menschen, die unsere Möbel lange selbst nutzten, bevor sie zu Partnern wurden.
Feuerprobe auf hoher See
Nach mehreren kleineren AIDA-Aufträgen kommt das erste Großprojekt: das Pooldeck der AIDAmira. Die salzhaltige Seeluft findet, was kein anderes Klima fand – einen Schwachpunkt in der externen Pulverbeschichtung. BLOOMs Antwort: eine eigene Pulverbeschichtungsanlage in Semarang, der Austausch jedes Gestells, das nicht gehalten hatte. Vier Jahre zuvor waren Harald und Sarah selbst als Gäste auf einer AIDA gefahren – heute fährt ihre Manufaktur auf jeder mit, und Disney, TUI und Princess Cruises sind gefolgt.
Was bleibt
Über vierhundert Menschen in der Manufaktur in Semarang. BLOOM-Möbel auf jedem Kontinent, in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen, die wiederkommen. Größer geworden – im Kern aber die gleichen geblieben: keine Abkürzungen, Treue zum Team, zu den Kunden, zu dem Ort, an dem alles begann. Was bleibt, ist Dankbarkeit.
In unserer Manufaktur
17.000 m² Handwerk — unter einem Dach in Semarang
Kommen Sie mit uns durch die Türen unserer Manufaktur in Semarang: über 150 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker flechten, fügen und finissieren jedes Stück von Hand. Deutsche Gestaltung, indonesisches Handwerk — an einem Ort.
Die Menschen hinter BLOOM
Gesichter, die Sie kennen sollten
Eine internationale Familie über drei Kontinente. Vereint durch denselben Anspruch: die Dinge richtig zu tun.

Sarah Hättich
Mitgründerin
Das Herz hinter unseren sozialen Initiativen

Harald Bold
Gründer
Der, mit dem 2005 alles begann.
Unser Team
Deutschland

Gülsen Rocca
Kundenservice-Spezialistin

Petra Hofer
Kundenberaterin

Pasqualino Catalano
Logistikleiter

Deborah Patscheider
Kundenservice-Spezialistin

Eva Meiser
Kundenberaterin
Dubai

Philip Trass
Geschäftsführer

Manuela
Projektvertrieb

Shaju
Projektvertrieb
Fabrik Semarang

Upit Susan Muriani
Geschäftsführerin Indonesien

Halimah Nursanti
Leiterin Produktionsplanung

Puspita Alficah
Leiterin Personal & Verwaltung

Solkin Sapto Puspito
Leiter Forschung & Entwicklung

Lusy Yuliana
Leiterin Buchhaltung

Ratna Juwita Sari
Senior Managerin Projektvertrieb – Hospitality & Contract

Yuyud Setiawan
Leiter 3D-Design

Menik Dina Wati
Senior Einkäuferin

Marina Ganesa Utami
Senior Einkäuferin

Nur Ainin
Produktionsleiter

Ardian Vicky Darmasaputra
Produktionsleiter

Attiyatul Mujeeb Yuda
Vertrieb & Marketing Koordination – Asien & Europa

Maria Astri Ratnaning Tyas
Marketing-Koordinatorin

Salsabila Annisa Putri
Grafikdesignerin

Widi Hartono
Fotograf

Alfan Fauzy
Videograf

Hiddayah Mawardiana
3D-Designerin

M. Andar Muda
3D-Designer

Afruli Hiyana Rendra. HS
3D-Designerin

Satriadi Basuki
3D-Designer

Anggie Kaniasari
Buchhalterin

Tri Wahyuni
Buchhalterin

Anggoro Jati Wibowo
Export-/Import-Spezialist

Renaldi Ramadan
Export-/Import-Spezialist

Faris Arifian Putra
Einkaufsassistent

Mayzia Olivia
Einkaufsassistentin

M Ali Fikri
HR-Spezialist

Rizkianti Puspita Sari
Assistentin Produktionsplanung

Nabhan Nabilah
Produktkoordinatorin

Narendradayita Thirafi Sarwoko (Alin)
Produktentwicklerin

Andhika Yanuar Prasetyo
Senior Technischer Zeichner

Dandi Prafiadi
Technischer Zeichner

Sri Winda Utami
Produktentwicklerin

Imam Muhammad Jainuri
Technischer Zeichner
Bali

Dhany Wijaya
Vertriebsleiter

Sebastian Hendy Dwi Putranto
Leiter Digital Marketing

I Gusti Ayu Wirawati
Leiterin Showroom-Betrieb

Rafika Sari
Leiterin Showroom-Vertrieb
Mit Geduld über zwei Jahrzehnte gewachsen. Und immer noch im Werden – mit jedem Möbelstück, das die Manufaktur verlässt, und jedem Kunden, der zum Freund wird.